|
04.03.2010
LogiMAT Fachforum
"Grenzen der Automation"Wann und wo macht Automation Sinn? Diese Frage stellten sich anscheinend viele Besucher der LogiMAT 2010, denn das Fachforum "Grenzen der Automation", moderiert von dispo-Chefredakteur Josef Goldhofer, war ein voller Erfolg. Was ist der optimale Grad an Automation? Wer eine Pauschalantwort auf diese Frage erwartet, muss enttäuscht werden. Zu unterschiedlich sind die Rahmenbedingungen von Betrieb zu Betrieb. Zu diesem Schluss kamen auch die Referenten des Fachforums "Grenzen der Automation" auf der LogiMAT 2010. Peter Bimmermann, Key Account Manager bei Vanderlande Industries, referierte in seinem Vortrag "Alles automatisch, alles gut?" über den sinnvollen Einsatz von Automation in den Distributionszentren. Er plädierte für standardisierte Module, die einfach erweiterbar sind.
Es sei essenziell, das Geschäft des Kunden zu verstehen und über den Tellerrand zu blicken, meinte Gerald Lassau, Director Software Solutions bei der Knapp AG. "Die Universalantwort lautet nicht immer Automatisierung. Knapp bietet auch skalierbare Lösungen von Person-zur-Ware (Warehouse-Managementsysteme mit RF oder Voice) bis hin zum vollautomatisierten Lager an." Der Schlüssel ist also, ganzheitliche, intelligente Logistiksysteme aufzubauen – und erst dann zu entscheiden, was die richtige Automatisierung dafür ist.
Daniel Hauser, Managing Director Switzerland bei Swisslog, sprach in seinem Vortrag über die "Kosten/Nutzen-Rechnung bei Automation". Zu den Vorteilen von Automation zählen für ihn vor allem fehlerfreie Prozesse und die Entlastung der Mitarbeiter. Schwierig wird es allerdings, wenn Unternehmen die Amortisationszeit zu kurz ansetzen.
Bei Witron verfolgt man den goldenen Mittelweg. "Wir können alles automatisieren, aber manchmal tun wir's trotzdem nicht", so Thomas Höfer, Product-Designer bei Witron. "Für uns lautet der Königsweg: 'Es muss so einfach wie möglich, sauber funktionieren'", fügte er hinzu. Wenn Menschen körperlich an ihre Grenzen stoßen, ist Automation also die Zukunft.
"Es gibt einfach körperliche und physikalische Grenzen, die man nicht ändern kann": Höfer Bild: Meßner "Wie immer ist das gesunde Maß entscheidend", zog Höfer am Ende seines Vortrags das Fazit der Veranstaltung. |
Newsletter bestellen
LOGISTIK & SERVICE Austria
LogiMAT 2010
|








