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05.10.2008
Fördertechnik
Komfortabler Nuss-TransportGerade für den horizontalen Materialfluss sind Niederhubwagen gängige Transportmittel. In Zeiten hoher Energiekosten stehen dabei leistungsstarke und flexible Systeme hoch im Kurs. Die Firma Logistik Center Nuss setzt deshalb auf die Geräte von Jungheinrich. Alten Hasen in der Papier- und Holzindustrie ist die Kandeler Spedition Nuss mehr als nur ein Begriff. Transportierte das Unternehmen schon 1934 Holz und Stückgut für die Bahn. Setzte man damals noch vorwiegend auf gutmütige Kaltblüter mit vier Beinen bestimmen heute schwere Zugmaschinen das Speditionsbild bei Nuss. Mittlerweile laufen 90 ziehenden Fahrzeugen und über 150 Auflieger unter dem Label des süddeutschen Familienunternehmens. Neben der Spedition gehören auch zur Firmengruppe die Nuss Bremsendienst, die den eigenen Fuhrpark auf einem hohen technischen Niveau hält, und die AVN Autovermietung Nuss, die bei Bedarf den Fuhrpark der Spedition ergänzt. Siebzig Jahre nach Firmengründung standen die Zeichen auf Expansion. So fiel 2004 die Entscheidung für einen zusätzlichen Standort im gut zehn Kilometer entfernten Wörth. Noch im selben Jahr wurde die Logistik Center Nuss als Tochtergesellschaft gegründet. Nachdem der Standort Wörth 2005 in Betrieb genommen worden war, verlegte das gemäß DIN EN ISO 9001:2000 zertifizierte Familienunternehmen seinen Geschäftssitz 2006 dorthin. Logistik Center Nuss verfügt über 22.000 Quadratmeter Lagerfläche und 7.000 Palettenstellplätze sowie über modernste Lagertechnik. Zu den Dienstleistungen zählen Lagerhaltung, beispielsweise in Hochregal-, Block- und Freilagern, Kommissionierung, Konfektionierung, Kontrakt- und Produktionslogistik, Wareneingangsabwicklung, Versandlogistik und verschiedenste logistische Serviceleistungen (Value Added Services). Zusammen bieten die Spedition und Logistik Center somit eine effiziente Kombination aus Transport und Lagerlogistik.
Die Unternehmen beschäftigen insgesamt 130 Mitarbeiter, die 2007 im Mehrschichtbetrieb täglich 15 bis 30 Lkw-Ladungen beziehungsweise Teilladungen umschlugen. Das Güterspektrum reicht dabei von technischen Geräten über Reifen bis hin zu Papier. Die tägliche Arbeitszeit beginnt um fünf Uhr und endet um 20 Uhr. Diese Zeiten sind aber nicht starr, denn Nuss richtet sich nach den jeweiligen Anforderungen seiner Kunden, die vor allem aus dem Konsumgüterbereich und der Automobil- beziehungsweise Automobilzulieferindustrie kommen. Daneben bedient der Logistikdienstleister im kombinierten Verkehr Binnenschiff- und Bahnterminals in den Binnenhäfen Wörth und Karlsruhe. Klein und schnellerFür die Mitarbeiter und die Materialfluss-Technik im Logistik Center bedeutet der Umschlag eine tägliche Herausforderung. Insbesondere die Schnittstelle zwischen Lager und Lkw – also die Laderampe – wurde zunehmend zum Bottle-Neck im Materialflussprozess. Denn hierfür nutzte Nuss Gegengewichtsstapler mittlerer Baugröße, welche gleichermaßen an der Rampe und im Blocklager ihren Dienst versahen. Diese Geräte machten wegen ihrer Größe vor allem das zügige Be- und Entladen immer zeitaufwändiger und konnten auf der Rampe ihre Vorteile nicht voll ausspielen. Auch ließ ihre Flexibilität im Ladebereich zu wünschen übrig. Da die Faktoren "Zeit" und "Flexibilität" insbesondere im Speditionswesen kostenentscheidende Rollen spielen, war dies für die Verantwortlichen bei Nuss ein wesentlicher Grund, in Techniken für den horizontalen Materialfluss zu investieren. Ziel war es vor allem einerseits das be- und entladen von Lkw zu beschleunigen und andererseits die Umschlagleistung im Wörther Logistik Center zu erhöhen. Wirtschaftliche Entscheidung. Nach einem Auswahlprozedere entschloss man sich dabei für die Investition in den Elektro-Deichsel-Gabelhubwagen ERE 225 von Jungheinrich. "Als für beide Aufgabenbereiche Ersatzinvestitionen anstanden, haben wir hinsichtlich der Lkw-Be- und Entladung entschieden, ein kleineres Flurförderzeug einzusetzen, mit dem wir flexibler sind", erläutert Volker Nuss, der gemeinsam mit Wolfgang Hoffmann sowohl die Logistik Center als auch die Spedition leitet, gegenüber dispo. Und Hoffmann ergänzt: "Letztlich war es eine wirtschaftliche Entscheidung. Für das Geld, das wir für einen Gegengewichtsstapler bezahlen müssten, bekommen wir zwei kleinere Fahrzeuge. Und mit zwei Geräten sind wir nun mal flexibler und schneller, weil wir in der gleichen Zeit die doppelte Umschlagleistung erzielen. Folglich können wir unsere Dienstleistungen künftig wettbewerbsfähiger anbieten."
Zur Hälfte auf der RampeAnfang 2008 fiel der Startschuss für den ersten ERE 225. 50 Prozent seiner Einsatzzeit entfallen auf das Be- und Entladen von Lkw. Außerdem wird der Jungheinrich-Niederhubwagen für Lagerspiele im Blocklager und für Transporte über mittlere Entfernungen, vom Regalbahnhof vor dem Hochregallager zu den Bereitstellungszonen, genutzt. Der robuste, für Lasten im Gewicht von 2.500 Kilogramm ausgelegte ERE 225 fährt mit Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 12,5 Kilometern in der Stunde (beladen 9,5 Kilometer). Der Elektro-Deichsel-Gabelhubwagen ist serienmäßig mit Drehstromtechnologie ausgestattet, die laut NUSS hilft, Kapazitätsengpässe zu bewältigen. Dazu trägt auch die Hochleistungsbatterie bei, die während der täglichen Arbeitszeit von 13 Stunden ohne Zwischenladung auskommt.Laden aus dem Stand Großzügiger ArbeitsplatzEin besonderes Highlight des ERE 225 ist dessen großzügiger Arbeitsplatz, den Jungheinrich konsequent auf den Bediener und auf mögliche Einsatzfälle ausgerichtet hat. Das zeigt sich schon an der gefederten Standplattform. Sie basiert auf einem neuen ergonomischen Konzept, das ebenso zu einem entspannten, ermüdungsarmen Arbeiten beiträgt, wie die hochgezogenen Seitenteile mit integriertem Griff, die den Fahrer schützen. Schutz vor Schock"Zusätzlichen Komfort bietet ShockProtect, die komplette Federung des Antriebs", betont Volker Nuss. Dieses System minimiert außerdem die Gefahr für das Transportgut. "Es ist also ideal auf unsere Bedürfnisse zugeschnitten", ist Nuss überzeugt. ShockProtect koppelt die Standplattform vollständig von sämtlichen Stößen ab und entlastet dadurch die Wirbelsäule des Bedieners. Ferner werden der Rahmen sowie alle technischen Komponenten des Niederhubwagens deutlich weniger beansprucht. Ein Vorteil, der sich bei NUSS speziell beim Be- und Entladen auswirkt. Smarter Pilot in der DeichselIm Mittelpunkt des Arbeitsplatzes auf dem ERE 225 steht auch die elektrische Deichsellenkung SmartPilot, die mit einem in der Höhe verstellbaren Deichselkopf ausgestattet ist. Mit dem SmartPilot kann man den Gabelhubwagen präzise und, im Gegensatz zu einer herkömmlichen Deichsel, ohne Kraftaufwand lenken. Aufgrund der kompakten Form der Lenkung, die Jungheinrich ohne Deichselarm konzipiert hat, werden die Lenkbewegungen sicher und schnell übertragen. Zudem ermöglicht der SmartPilot, der sich in allen Fahrtrichtungen von Rechts- und Linkshändern gleichermaßen gut bedienen lässt, eine neuartige Position beim Rückwärtsfahren. Dabei dreht sich der Mitarbeiter um 90 Grad zur Seite und steuert den Niederhubwagen mit einer Hand, während er sich mit der anderen am Griff der Plattform festhält. "Durch die kompakte Form der Lenkung wird das Rangieren im Lkw erleichtert, weil weder die Deichsel noch ein Ellenbogen des Bedieners über die Außenkontur des Flurförderzeugs hinausragen“, nennt Wolfgang Hoffmann einen weiteren Vorteil. „Den Mitarbeitern gefällt außerdem, dass sie mit dem ERE 225 Europaletten quer aufnehmen können, da die angeschrägte Einfahrkufe der Gabelspitze das untere Brett der Palette zum Überfahren nach unten drückt, und die Gabelzinken vorn nur mit je einer Fahrrolle ausgerüstet sind, damit diese zwischen die Bodenbretter der Palette passt." Sicher und intuitivDer ERE 225 gilt als fahrsicher, sowohl bei Geradeausfahrten als auch in Kurven. Erstens durch die progressive Lenkung des ERE 225, bei der die Deichsel für eine 90-Grad-Kurve nur um etwa 70 Grad eingeschlagen werden muss. Zweitens wegen der gefederten und gedämpften Stützräder, die über die Koppelschwinge ProTracLink verbunden sind. Drittens dank Curve Control, einem aktiven Sicherheitssystem, das die Geschwindigkeit des Geräts bei Kurvenfahrten, abhängig vom Lenkwinkel, automatisch reduziert. Dazu Volker Nuss: "Bei einem Niederhubwagen ist Curve Control noch wichtiger als bei einem Stapler, weil der Bediener steht und daher stärkeren Kräften ausgesetzt ist. Bei uns kommt erschwerend hinzu, dass sich mehrere Mitarbeiter auf dem ERE 225 abwechseln. Das heißt, nicht jeder hat viel Erfahrung mit dem Gerät."
Energieverbrauch nur wenn nötigDamit man mit dem Elektro-Deichsel-Gabelhubwagen nicht nur sicher, sondern auch energiesparend fährt, ist er mit der Steuerungselektronik SpeedControl ausgerüstet. Die sorgt dafür, dass das Gerät die am Fahrschalter vorgegebene Geschwindigkeit in jeder Fahrsituation beibehält, also selbst bei Steigungen und Gefällen. Im Falle eines unbeabsichtigten Rollens auf einer Rampe oder Schräge bremst der ERE 225 automatisch ab. Durch generatorisches Bremsen speist das Gerät zudem Energie in die Batterie zurück. Wolfgang Hoffmann begrüßt überdies die klare Farbsystematik der Instrumente und die ergonomischen Taster im Cockpit des ERE 225. Damit lässt sich das Gerät intuitiv bedienen. Das ist ein Zusatznutzen angesichts der wechselnden Mitarbeiter, die dadurch ohne Einweisung mit dem ERE 225 fahren können. Das intuitive Bedienkonzept bildet außerdem eine Grundlage dafür, Fehlgriffe und folglich Beschädigungen an den Waren zu verringern und letztlich unsere Dienstleistungszuverlässigkeit zu erhöhen. Mit vielfältigen Ablagemöglichkeiten für Gegenstände, die in der Praxis benötigt werden, wie Kugelschreiber, Klemmbretter und Kleberollen, sowie mit speziellen Papierauflagen auf der Batteriehaube und in der Arbeitsplattform hat Jungheinrich das Cockpit des ERE 225 abgerundet. Eine Frage der InvestitionssicherheitNeben der Eigenschaften des Niederhub-Gerätes war jedoch auch der Kundenservice von Jungheinrich mitentscheidend, als es um die Auftragsvergabe ging. Volker Nuss: "Der Service ist sehr gut. Hierzu zähle ich auch die Betreuung, deren Qualität sich nicht zuletzt darin gezeigt hat, dass wir das Gerät vor dem Kauf ausgiebig testen durften." Zusätzliche Pluspunkte sammelte Jungheinrich zudem durch die wartungsfreundliche Konstruktion des ERE 225, die dazu beiträgt, die Betriebskosten langfristig zu senken. Insgesamt setzt der Logistikdienstleister in Wörth und Kandel rund 15 Flurförderzeuge des Hamburger Herstellers ein, beispielsweise Hochregal- und Schubmaststapler, Elektro-Gegengewichtsstapler, sowie Elektro-Niederhub- und -Hochhubwagen. Aktuell wurden gerade zwei weitere Elektro-Gegengewichtsstapler geliefert. Und das sogar eine Woche vor dem vereinbarten Termin, worüber man sich bei NUSS besonders gefreut hat. "Jungheinrich vermittelt uns damit durchaus ein positives Gefühl im Hinblick auf Innovations- und Investitionssicherheit", gesteht Wolfgang Hoffmann gegenüber dispo abschließend. Jürgen Wambold |
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