01.12.2009
VNL West

Best Practice Forum in der ADLER-Werk Lackfabrik

"Informationslogistik im Wechselspiel mit der Lager- und Kommissioniertechnik" lautete das Thema des Best Practice Forums des VNL West Ende November. Besucht wurde die ADLER-Werk Lackfabrik Johann Berghofer GmbH & Co KG in Schwaz.

Die ADLER-Werk Lackfabrik ist in der dritten Generation ein unabhängiges Tiroler Unternehmen im Besitz der Familie Berghofer. Als Österreichs führender Hersteller von Lacken, Farben und Holzschutzmitteln beschäftigt Adler 450 MitarbeiterInnen, 280 davon in Österreich. Um den Jahresumsatz von 77 Mio. EUR mit einem Exportanteil von 47 % zu erzielen, ist eine ausgeklügelte Logistik erforderlich. Die Jahresproduktion von 16.000 Tonnen, d. s. 10.000 Artikel, wird mittels einem durchdachten Wechselspiel von Informationslogistik und modernster Lager- und Kommissioniertechnik verwaltet.

Logistik-Leiter Mag. Christian Steurer erklärt die Supply Chain der ADLER-Werk Lackfabrik

Bild: VNL

 

Die Herausforderung besteht im Speziellen darin, vom Kleingebinde bis zum Zweihundert-Kilo-Fass an insgesamt 8.000 Kunden unterschiedlichster Größe auszuliefern.
In Zusammenarbeit mit kompetenten Logistik-Anbietern wie LTW, TGW, Schäfer SSI und Salomon Automation wurde 2001 ein gesamtheitliches System geschaffen, das neben Kleinbetrieben auch Großbetriebe, Baumärkte und die eigenen Auslieferungslager sowie Töchter verlässlich bedienen lässt.

"Das besondere Herzstück in unserer Lagerverwaltung ist das vollautomatische Hochregallager", so Logistik-Leiter Mag. Christian Steurer, "die 9.100 Palettenplätze sind zu 85 % ausgelastet – wir planen gerade die ostseitigen Erweiterung des Lagers um 6.000 Stellplätze. Aber trotz der starken Automatisierung ist der Mensch weiterhin der wichtigste Erfolgsfaktor im Unternehmen."
In Sachen Verlässlichkeit und Mitarbeitermotivation, speziell in Lager und Produktion, wird laut Steurer bei Adler äußerst erfolgreich mit einem Prämienmodell gearbeitet. "Unsere Mitarbeiter in Produktion und Lager liegen mit ihrem Verdienst durch unser Prämiensystem weit über dem Branchenschnitt. Die Motivation ist dadurch enorm gestiegen und die Fehlerquote stark gesunken." Mit allzu großen Umsatzeinbußen hatte Adler im Jahr 2009, dank den effizient gestalteten internen Prozesse und dem starken Fokus auf den Fenstermarkt, welcher vor allem auf Grund stattlicher Sanierungssubventionen heuer stark boomte, nicht zu kämpfen.
Minus 3 % gegenüber dem Vorjahr ist ein sehr positives Ergebnis, angesichts der aktuellen Wirtschaftslage.  

www.vnl.at
www.adler-lacke.at

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